reduce, reuse, recycle - Bauwirtschaft braucht Nachhaltigkeit

News | Frank Kessler | 05.05.2022
reduce, reuse, recycle - Bauwirtschaft braucht Nachhaltigkeit
Foto: Roland Riethmüller

Digitales Planen und nachhaltiges Bauen, das ist heute für die Baubranche aktueller denn je. Sowohl die Bauwirtschaft, als auch die Chemiebranche kommen um das Thema Nachhaltigkeit nicht herum. Dadurch lassen sich Ressourcen schonen und das Produktportfolio ausbauen. Besonders die Baubranche braucht einen technologischen Schub, um effizienter und nachhaltiger zu bauen. Dafür müssen die Voraussetzungen noch geschaffen werden.

Das Motto des ökologisch und ökonomisch sinnvollen Bauens heißt digitale Planung und nachhaltiges Bauen. Einblicke dazu lieferte die 3. Branchenwerkstatt Bau/Chemie von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P). "Klar ist: Unternehmen der Bau- und Chemiebranche kommen heute nicht mehr darum herum, sich mit Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu befassen", erklärt Florian Kaiser, Partner und Leiter Bau/Bauzulieferer bei W&P. Denn das Marktumfeld hat sich durch den Druck auf die Branche und die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten stark verändert. So sei “Greenwashing” und die Adaption alter Geschäftsmodell nicht mehr zielführend, sagt W&P Partner und W&P Leiter Chemie/Kunststoffe, Dr. Stephan Hundertmark. “Vielmehr muss die Circular Economy zur Optimierung der Ressourceneffizienz elementarer Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie werden - reduce, reuse, recycle!"

Die Umsetzung ökologischer Nachhaltungsziele

Das bestätigt auch Philipp Utz, Vorstand Uzin Utz: "Durch die Verbindung von Nachhaltigkeit und Produktinnovationen, lassen sich Ressourcen schonen und das Produktportfolio weiterentwickeln. So werden Produkte zu einem wichtigen Hebel bei der Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeitsziele". Die Bauwirtschaft ist auf einen Technologieschub angewiesen. Der Fokus liegt dabei auf Digitalisierung, Ressourcennutzung, Energiebedarf und CO2-Bilanz. In der Praxis heißt das, dass Gebäude von Beginn an als ganzheitliche Produkte gesehen werden müssen, um so den gesamten Lebenszyklus der Objekte zu berücksichtigen.

Nachhaltigkeit bietet erhebliche Chancen für die Bauwirtschaft

Besonders die Plattform-Technologien, die den gesamten Prozess verbinden, helfen bei der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks. Wer nachhaltige Innovationen haben will, braucht aber auch die notwendigen Voraussetzungen. "Neben dem Konsens hinsichtlich politischer und gesellschaftlicher Ziele, dem Wissen über Branchen-Standards und einem Gespür für Trends, braucht es vor allem eines: Innovations-Geist im Unternehmen", bestätigt Steffen Oellers, Geschäftsführer des Elektroinstallationsprodukte-Herstellers Kaiser. Ein wichtiger Baustein in Sachen Nachhaltigkeit sei auch die Transparenz, ergänzt Reinhold von Eben-Worlée, Geschäftsführender Gesellschafter Worlée Gruppe, in einem Gespräch. Das Fazit der Veranstaltung lautet, dass eine Abkehr von fossilen Rohstoffen und eine neue Ressourcenbasis genauso viele Chancen in sich birgt, wie der Einsatz von BIM oder modulares Bauen.

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