Wie Startups die Effizienz der Bauwirtschaft steigern

News , 16.10.2019 , Frank Kessler Wie Startups die Effizienz der Bauwirtschaft steigern
Foto: Roland Riethmüller

Seit Jahrzehnten wird fleißig gebaut. Das fördert vor allem den Bedarf an Fachkräften in der Bauwirtschaft. Doch diese Ressource ist endlich, und so belastet der Fachkräftemangel den Bau vor allem in der aktuellen Hochkonjunktur. Gleichzeitig ist die Effizienz jedoch auf der Strecke geblieben. Eine Lösung für das Dilemma erhofft sich die Baubranche vor allem durch die Innovationskraft der Startups im Bereich ConstructionTech.

Dass die Bauwirtschaft in der Krise steckt, liegt nicht an der Auftragslage. Die ist aktuell besonders positiv, dass sogar Aufträge abgelehnt werden müssen. Vielmehr liegt es daran, dass einfach das Personal fehlt. Das bedeutet, dass die Aufträge kaum erledigt werden können. Fast spricht man sogar schon von einer Vollbeschäftigung im Baugewerbe. Aufgrund dieser Situation kann der Fachkräftemangel nur durch Kräfte aus dem Ausland ausgeglichen werden. Allerdings sind die Fachkräfte aus Osteuropa ebenfalls stark nachgefragt, weil ebenfalls sie nur begrenzt zur Verfügung stehen. Der Aufbau von neuen Fachkräften ist allerdings auch keine Option, denn die Ausbildung bis zum produktiven Einsatz dauert einfach zu lange.

Die Produktivität in der Bauwirtschaft stagniert

Aktuelle Umfragen haben ergeben, dass sich die Produktivität in der Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren kaum gesteigert hat. Andere Industriezweige setzen auf Prozessoptimierung und neue Geschäftsmodelle, während die Bauwirtschaft hingegen noch immer so baut wie vor 50 Jahren. Hier besteht deshalb ein großer Handlungsbedarf. Findige Startups haben erkannt, dass sich dahinter ein großes Potential verbirgt und suchen nach geeigneten Geschäftsideen. Sie haben es sich deshalb zum Ziel gesetzt, mit innovativer Technik die Produktion der Bauwirtschaft zu steigern. Nur leider haben die wenigsten dieser Jungunternehmer Kontakte zu den Handwerksbetrieben, Architekten und Bauunternehmen.

Startup-Messe TECH IN CONSTRUCTION zeigt Innovationen am Bau

Gerade aus diesem Grund wurde im Vorjahr die Startup-Messe TECH IN CONSTRUCTION ins Leben gerufen, die in diesem Jahr in der Zeit vom 15. und 16. November in Berlin stattfindet. Rund 100 internationale Startups stellen sich dort vor, gegliedert in die Bereiche Prozess, Support, Smart und Energie. Themen sind zum Beispiel Building Information Modeling (BIM), Baustellendokumentation, Auftragsabwicklung, Baustellenlogistik, Leadgenerierung, E-Commerce, VR/AR, Smart Home, Smart Building und energieeffiziente Baustoffe. Die Messe steht unter der Schirmherrschaft vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk im Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und zahlreicher weiterer Bauverbände. Unterstützt wird die Messe unter anderem von Z-Lab, GIRA, Schüco, Würth, Drees & Sommer und zahlreichen weiteren Sponsoren. Neben den viele Lösungsmöglichkeiten für die in der Krise befindlichen Bauwirtschaft steht vor allem der Austausch und die Vernetzung im Vordergrund.

Flankiert ist die Messe durch ein attraktives Rahmenprogramm wie unter anderem einem Speed-Networking “Bauindustrie trifft Startups” sowie zwei Workshops zum Thema Change und der Software-Auswahl von der Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg.

Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.tech-in-construction.de